Rotorblettli - unser Newsletter

Neuigkeiten 2024

Auf dieser Seite findet ihr die früheren Rotorblettli aus dem Jahr 2024

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News Dezember 2025

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
langsam verschwindet die goldene Sonne hinter den Bäumen des dichten Dschungels. Scott schaltet das Licht in seiner Hütte ein – doch alles was zu sehen ist, ist der schwache Schein einer kleinen Lampe die von der Decke hängt. Für mehr reicht die schwach gewordene Solarbatterie nicht mehr. Für die Missionarsfamilie war das der bittere Alltag: Ihr veraltetes Solarsystem lieferte kaum noch Energie für das Nötigste.

Neue Energie
Salomo wurde «auserwählt» den Flug zu machen: So konnte er nicht nur als Pilot das Material für ein brandneues, top modernes Solarsystem hinfliegen, sondern auch – als ehemaliger Elektroniker – gleich mithelfen beim Installieren! 

Solarsystem Transport Die neue Anlage

Voller Begeisterung schrieb Scott ein paar Tage später, sie hätten bereits 8 Waschmaschinen voll Wäsche gewaschen, können die Ventilatoren gegen die Hitze nun den ganzen Tag laufen lassen und seine Kinder können sogar abends am Computer noch für die Schule lernen!

(R)aus der Schweiz
Im September durften wir Franziskas Eltern bereits zum zweiten Mal bei uns begrüssen. Für Franziska war es eine besondere Freude, ihnen erneut Einblicke in unseren Alltag zu geben und ihnen sowohl die schönen Seiten als auch die täglichen Herausforderungen zu zeigen. Ein absolutes Highlight war der Flug mit Salomo in eines der Buschdörfer. Auch unsere Kinder haben die gemeinsame Zeit und die Aufmerksamkeit ihrer Grosseltern in vollen Zügen genossen.

Franziskas Eltern

Weihnachtsfeier
Anfang Dezember feierten wir im Hangar Weihnachten. Schon am frühen Morgen begannen die Vorbereitungen: Süsskartoffeln, Gemüse und Reis wurden für das Festessen zubereitet. Natürlich durfte auch das traditionelle Schweinefleisch bei einem solchen Anlass nicht fehlen. Die Zeit bis zum Mittagessen verbrachten wir mit Spielen, Tanzen und pflegten Gemeinschaft. Wir sangen gemeinsam Weihnachtslieder und hörten eine Predigt. Ein besonderes Highlight war der Besuch vom Samichlaus, der sich, nach Überreichen der Mitarbeitergeschenke, in den Heli, anstatt den Renntierschlitten setzte ;-)

Weihnachtsfeier

Von Herzen für Herzen
Franziska bereitet gerne kleine Aufmerksamkeiten für die Missionare vor, die in den abgelegenen Buschdörfern leben und auf die Versorgungsflüge der Helimission angewiesen sind. Das Leben dort bedeutet oft grosse Opferbereitschaft und Verzicht. Da es vor Ort keinerlei Einkaufsmöglichkeiten gibt, muss der gesamte Proviant bis zum nächsten Helikopterflug genauestens geplant werden. Umso mehr freut es Franziska, wenn sie den Piloten ein paar Leckereien und eine Karte mit ermutigenden Worten für die Missionare mitgeben kann, um den Alltag im Busch ein klein wenig zu verschönern. Gerade in der Weihnachtszeit, wenn Familie und Freunde besonders vermisst werden, können solche kleine Aufmerksamkeiten das Herz erwärmen.

Herz-licher Abschied
Im letzten Rotorbletti haben wir berichtet, dass Tehillah, eine junge Dame aus Madagaskar für drei Monate bei uns haust. Ende Oktober ging ihr Praktikum zu Ende und die Zeit des Abschieds war gekommen. Besonders für unsere Kinder war es schwer, einer so tollen Spielkameradin ‚Tschüss‘ sagen zu müssen. Sie war für uns alle eine grosse Bereicherung, und wir haben sowohl die gemeinsame Zeit als auch den wertvollen Austausch mit ihr sehr geschätzt.

Deine Idee ist gefragt!
Seit fast zwei Jahren kreieren wir wöchentlich ein Instagram-video aus unserem Alltag. In diesen Videos haben wir die vielseitigen Aspekte des Missionslebens, Arbeiten im Hangar und Szenen von den Heli-Einsätzen gezeigt: Jetzt brauchen wir eure Ideen! Schreibt uns doch, was ihr gerne sonst noch übers Leben hier, die Kultur oder von unserer Arbeit sehen möchtet!



Dankbar blicken wir auf das vergangene Jahr zurück und freuen uns, euch auch im neuen Jahr von unseren Abenteuern zu berichten. 

Wir wünschen euch ein friedliches Weihnachtsfest, Gottes Segen und einen guten Start in das neue Jahr.
Danke, dass ihr Teil unserer Reise seid!

Samichlaus

News August 2025

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Wir melden uns mit unserem nächsten Rotorblettli schon etwas früher als geplant, weil wir interessante Neuigkeiten für euch haben! Aber zuerst wollen wir noch schreiben wie es uns mit den Rebellen in der Stadt ergangen ist:

Das Wunder in der Stadt
Die Rebellen, von denen wir im letzten Newsletter geschrieben haben, haben wochenlang für hohe Anspannung in der Stadt gesorgt. Nachdem beide Fluggesellschaften die unsere Stadt anfliegen begonnen haben aus Sicherheitsbedenken erste Flüge zu streichen, haben wir alle damit gerechnet, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei: Das Militär und die Rebellen würden in Kürze in einer äusserst blutigen Auseinandersetzung um die Oberhand unserer Stadt kämpfen. Viele Menschen rund um den Globus haben im Gebet an uns gedacht, und Gott antwortete auf eine äusserst erstaunliche Weise:
Während wir bereits am Evakuierungspläne erarbeiten waren, wurde es auf einmal sehr still um die Rebellen - keine weiteren News, keine weiteren Attentate. Die nächsten Neuigkeiten, die uns erreichten, waren sehr bemerkenswert! Die landesweite Rebellengruppe forderte die für die Unruhen verantwortliche Fraktion auf, unsere Stadt umgehend zu verlassen. Andernfalls drohten sie, diese selbst zu bekämpfen und zu vertreiben.
Es hatte also eine Spaltung innerhalb der Rebellen gegeben, was die Gruppe dazu zwang, unverrichteter Dinge wieder aus unserer Stadt abzuziehen! Gott hatte auf eine Art und Weise eingegriffen, wie wir Menschen das nicht besser hätten machen können. Wir kamen uns vor wie in einer biblischen Geschichte.
Die Vorkommnisse und deren Auflösung waren so bemerkenswert, dass der regionale Regierungschef den 31. Juli von nun an als arbeitsfreien Tag für die ganze Stadt erklärt hat. An dem Tag soll niemand sein Haus verlassen oder arbeiten. Ein Tag des Gebets und der Versöhnung. Seit wir vor über 3 Jahren hier in Südost-Asien ankamen, haben wir noch nie einen so stillen Tag erlebt wie den 31. Juli 2025.

Ein neues Kapitel
Die Vision der Helimission ist schon seit vielen Jahren, Menschen in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten zu helfen und Gottes Liebe zu bringen.
Nicht nur hier auf unserer Insel gibt es noch völlig isolierte Menschengruppen, die in Geisterkult, Stammeskriegen und ohne jegliche medizinische Hilfe leben, sondern auch im über 15'000km entfernten Amazonasgebiet in Brasilien. Und genau dort soll eine neue Helimissions-Basis entstehen!

Brasilien

Während wir uns gerade noch über unseren lärmenden Bagger-Nachbarn ärgerten (siehe letztes Rotorblettli), klingelte eines Abends unser Telefon. Simon Tanner, der Leiter der Helimission war am anderen Ende und teilte uns mit, dass das Projekt in Brasilien noch Mitarbeiter braucht und er uns gerne dorthin schicken wolle - vorausgesetzt natürlich wir möchten das auch!
In den folgenden Wochen machten wir uns viele Gedanken und trugen Vor- und Nachteile zusammen - wollen wir wirklich unser tolles Team hier verlassen? Auf der anderen Seite; der Vertrag, den wir für das neue Haus auf der MAF Base haben, ist befristet. Was ist danach? Das auf inzwischen bereits 4 Bagger angewachsene Unternehmen unseres ehemaligen Nachbars war weiterhin lautstark unser ehemaliges Haus am beschallen.
Wir haben uns entschieden zu glauben, dass das kein Zufall ist, und Gott manchmal nicht die Berge vor uns wegschiebt, sondern auch mal (Sand-)Berge vor die Haustüre stellt, um uns zu "verschieben". Die Option nach Brasilien zu gehen ist eine Türe die weit aufgesprungen ist, und an der wollen wir nicht vorbeigehen.
So haben wir zugesagt! Wir werden also nach unserem kommenden Heimaturlaub mitte nächstes Jahr, nicht mehr nach Südost-Asien zurückkehren, sondern das nächste Kapitel unseres Abenteuers in Südamerika starten!

Family News
Seit Anfang August beherbergen wir Tehillah, die Tochter eines Helimissions-Ehepaares aus Madagaskar. Sie macht ein dreimonatiges Praktikum bei uns im Hangar und möchte später selbst Helikoptermechanikerin werden. Besonders auch die Kinder freuen sich sehr über unser neues Familienmitglied. Sie können es abends kaum erwarten, bis die aufgestellte junge Dame nach Hause kommt und mit ihnen spielt.

Familienfoto

(r)aus dem Alltag
Franziska besuchte kürzlich zwei Buschdöfer rund drei Fahrstunden von unserer Stadt entfernt. Die abenteuerliche Reise führte grösstenteils über unbefestigte Strassen und improvisierte Holzbrücken, durch die wunderschöne Natur unserer Insel.
Doch die Schönheit der Landschaft war von einer ernüchternden Realität überschattet: Viele Dorfbewohner litten unter quälender Krätze und schmerzhaften Würmern. Die dringend benötigten medizinischen Mittel fehlten ihnen jedoch gänzlich. Aus diesem Grund brachten wir Entwurmungstabletten, Schmerzmittel und Salben zur Behandlung der Krankheiten mit. Die Dorfbewohner, vom Dorfältesten versammelt, nahmen die bittere Medizin tapfer ein. Beim Anblick der willkommenen Geschenke wie Kaffee, Zucker und anderen Leckereien aus unserer Stadt, war die Wurmmedizin schnell wieder vergessen.

Verteilung der Wurmtabletten

Am zweiten Tag verschenkten wir solarbetriebene Audiobibeln in der lokalen Stammessprache. Für die Analphabeten, besonders ältere Personen und Frauen, bietet dies die Möglichkeit, auf natürliche Weise mehr über Gottes Wort zu erfahren.

Mann mit Audiobibel

Auch wir "Westler" lernten dazu. Wir erhielten Einblicke in die Kultur und das beeindruckende Handwerk der Einheimischen. Ihre Fähigkeit, aus Pflanzen und Wurzeln kunstvolle Körbe und die traditionellen Noken-Taschen zu flechten, war beeindruckend. Am Ende des Besuchs wurde das Team nicht nur mit großer Dankbarkeit verabschiedet, sondern auch mit einem besonderen Geschenk: Ein Korb voll frisch geernteter Avocados.


News Juni 2025

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Bei uns in der Stadt geht’s drunter und drüber, nicht nur die Politische Situation, sondern auch die Natur spielt verrückt – und wir haben ein neues Zuhause.

Zu viel Wasser
Ab März regnete es für rund zwei Monate fast täglich – und nicht nur ein bisschen! Irgendwann war der Boden gesättigt und konnte das Wasser nicht mehr schlucken, dann waren die Abwasserkanäle voll, und schlussendlich konnte auch der stadtnahe Fluss die Wassermassen nicht mehr abführen. So verloren viele Anwohner ihr Zuhause oder ihre mit Süsskartoffeln angepflanzten Felder. Selber waren wir zum Glück kaum betroffen, auch wenn sich die tägliche Fahrt zum Hangar eher wie eine Bootstour als eine Velofahrt anfühlte.

Überflutete Strasse
Überflutete Häuser

In dieser Situation war der Helikopter einmal mehr eine wertvolle Hilfe: Da viele Strassen ausserhalb der Stadt nicht mehr befahrbar waren, erreichte uns eine Anfrage vom Regierungschef der Region. Er wollte sich aus der Luft einen Überblick über die Überschwemmungen schaffen, wo und wie er schnell Hilfeleistung bieten kann. Gerne sind wir dieser Anfrage nachgekommen und durften so einen Teil zur Linderung dieser Notlage beitragen.

Zu viel Lärm
Schon bei unserem Einzug ins neue Haus vor einem Jahr wussten wir, dass unser Grundstück direkt an ein kleines Bauunternehmen grenzt. Dazu gehörten auch zwei grosse Bagger. Anfangs störten die Baggergeräusche nicht gross, da nur sporadisch gearbeitet wurde. Doch schon nach drei Monaten begann das Geschäft unseres Nachbarn zu florieren. Inzwischen beinahe pausenlos wurden mit Hilfe der Bagger grosse Lastwagen mit Sand ent- oder beladen. Teilweise wurden wir wegen dem Lärm morgens um 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Auch an Sonn- oder Feiertagen wurde fleissig weitergearbeitet. Lokale Mitarbeiter von der Helimission suchten das Gespräch mit unserem Nachbarn, doch vergebens. Auch wenn vielleicht ein Gesetz besteht, welches ihm verbietet, sein Bauunternehmen mitten im Wohnquartier zu betreiben, so gibt es doch keine Polizei, die das hier durchsetzt.

Ein Bagger bei der Arbeit

Wir standen im wahrsten Sinne des Wortes vor einem riesigen Sandhaufen und hatten nichts in der Hand. Für Franziska, die oft mit den Kindern zu Hause ist, wurde die Situation eine grosse Herausforderung. Nach Gesprächen mit der Organisation MAF erhielten wir die Möglichkeit ab Mitte Mai in eines ihrer Häuser um zu ziehen. Nun geniessen wir die Ruhe.

Rebellen in der Stadt
Seit vielen Jahren versucht eine Gruppe indigener Freiheitskämpfer die Unabhängigkeit unserer Insel zu erreichen. Diese bewaffneten Konflikte, die meist aus brutalen hinterhalts Angriffen auf Militär- oder Polizeiposten bestehen, fanden vor allem im Süden der Insel statt. Deren Gebiet ist für uns eine «rote Zone», wir fliegen dort nicht hin, weil das Risiko gekidnappt oder abgeschossen zu werden zu gross ist.
Im letzten Monat erreichten uns aber plötzlich mehrere Schreckensnachrichten aus Dörfern ganz in der Nähe: Eine angezündete Schule, mehrere ermordete Bauarbeiter und letztlich ein Polizist der direkt vor dem Spital unserer Stadt angeschossen wurde. Schnell wurde klar: Die Rebellen sind hier angekommen!
In den kommenden Nächten lieferten sich die Rebellen und das Militär gegenseitig Schiessereien, zum Glück etwas ausserhalb der Stadt. Auch wurde die Bevölkerung angehalten, möglichst zuhause zu bleiben, um nicht versehentlich in ein Gefecht zu geraten. In der Flut von WhatsApp Nachrichten die folgten, war es zunehmend schwieriger, echte News von Fakenews zu unterscheiden und es braucht viel Weisheit die richtigen Entscheidungen in der Situation zu treffen.
Diese Woche ist es etwas ruhiger, aber die Anspannung schwingt oft mit, wenn wir einkaufen gehen oder zur Arbeit fahren.
Hier sind wir froh um Eure Gebete für Sicherheit und Frieden in der Stadt!

Virtueller Heliflug
Gerne würden wir euch alle mal mitnehmen, auf einen Flug über das grüne Blätterdach des tropischen Regenwaldes hier! In Echt wird das für die meisten kaum möglich sein, so abgelegen wie wir wohnen (mindestens 4 Flüge von Zürich bis hierher, verteilt über 2 Tage und Nächte). Aber mit neuster Technik ist das zumindest virtuell erlebbar! So durfte Salomo eine insta360 Kamera, eine Kamera die alles ringsum gleichzeitig filmt, auf mehrere Flüge mitnehmen. Diese Aufnahmen zeigen wir euch gerne dann in unserem nächsten Heimaturlaub über ein Virtual-Reality Headset. Mit dieser speziellen Videobrille kann man, während das Video läuft, frei herumschauen und so z.B. die Fluginstrumente anschauen, die Passagiere beobachten oder die Landschaft draussen durchs Fenster bestaunen – fast so als würde man selbst im Heli mitfliegen! Nur der Feucht-warme, leicht modrige Dschungelgeruch fehlt noch...

Wir freuen uns auf darauf :-)

Videobrille

News März 2025

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Während den Weihnachtsferien haben wir ein paar Tage am Meer verbracht. Lorena genoss das Spielen am Strand und auch Manuel weiss jetzt wie Sand und Meerwasser schmeckt :-)

Malaria
Kurz nach unseren Ferien erkrankte Salomo an einer Grippe – so dachten wir zunächst jedenfalls. Als es ihm aber von Tag zu Tag schlechter ging und sich Fieber in auffallend regelmässigen Schüben zeigte, lag der Verdacht sofort auf Malaria. Zum Test geht man hier nicht zum Arzt, sondern in eine Apotheke. Durch ein kleines Fenster streckt man seinen Arm über die Theke und die Mitarbeiterin nimmt einem mit einer Spritze etwas Blut ab. Nicht europäische Hygienestandards, und Privatsphäre schon gar nicht; ringsum schauen andere Kunden zu. Aber eine halbe Stunde später ist das Resultat da: Malaria positiv. Eingedeckt mit einer Tasche voll Medikamenten, darunter auch Antibiotika und Immunsystem-Blocker – natürlich völlig unnötig bei einer Malaria – fuhr Salomo wieder nach Hause. Zum Glück haben wir guten Kontakt zu einer Holländischen Ärztin vor Ort, die Salomo anschliessend gut beraten konnte welche Medikamente er nehmen soll und welche besser lassen...

Eine Apotheke

Durch das kleine Fensterchen (links) findet die Blutabgabe statt. Zum Verkauf steht auch ganz normaler Honig (rechts), mit der Empfehlung täglich 6 Löffel zu nehmen!



Bibelübersetzung über zwei Generationen
Ein Missionarsehepaar, das von der Helimission seit vielen Jahren durch Flüge unterstützt wurde, konnte kürzlich seine Bibelübersetzung fertigstellen. Die gute Nachricht in diese komplizierte, bis dahin unerforschte Sprache zu übersetzen, hat ganze zwei Generationen gedauert. Dies soll angemessen gefeiert werden! Zwei Helikopter, und ein Flugzeug von unserer Partnerorganisation MAF flogen Mitglieder der Missionsleitung und andere ehemals beteiligte Mitarbeiter zu dem Fest.

Beide Helis im Abflug
Die neue Bibel

Ein Dorfältester hält zum ersten Mal die neu übersetzte Bibel in seiner eigenen Muttersprache in der Hand.



Frühlingsputz
Auch wenn es hier das ganze Jahr über warm ist: Im Hangar haben wir einen «Frühlingsputz» durchgeführt und den anliegenden Schuppen entrümpelt. Über 20 Jahre Geschichte war dort am Verstauben: Veraltetes Überlebensmaterial,  Zentnerweise Buchhaltungsordner und anderes Altpapier, Funkgeräte, Solarpanels, leere Holzkisten und allerlei verrostete Werkzeuge. Auch fünf Kisten Schulbücher von ehemaligen Missionarsfamilien kamen ans Tageslicht.
Nachdem alles entrümpelt und geputzt war, veranstalteten wir eine Tombola, bei der wir all diese nicht mehr gebrauchten Sachen an die lokalen Mitarbeiter verschenkten.

Schweizer Weltatlasse

Unter den Schulbüchern waren sogar ein paar gut erhaltene Schweizer Weltatlasse dabei



Ebenfalls entrümpelt haben wir unseren Bestand an IT-Material;  Salomo hat sich Zeit genommen mehrere alte Laptop-Computer zu reparieren und mit neuem Betriebssystem aufzusetzen, alte IPads durchzutesten und zu bereinigen und ein duzend Mäuse auszuprobieren, die danach ebenfalls an die lokalen Mitarbeiter weitergegeben werden konnten.

Computermäuse
Eine Beige Laptops
defektes Motherboard

Ein defekter Kondensator auf diesem Motherboard hinderte den Laptop am starten



Im Februar und im März durften wir den dritten respektiv ersten Geburtstag unserer Kinder feiern. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind dankbar, dass beide gesund und munter sind und zusammen die Welt entdecken.

3. Geburtstag
1. Geburtstag

In der Öffentlichkeit sind die beiden immer sofort im Mittelpunkt und wir als Eltern müssen öfters dafür sorgen, dass sie nicht zu sehr überrumpelt werden.  
In diesem Land werden Kleinkinder oft in die Wange oder in den Arm gekniffen. Kulturell soll dies zeigen, dass man das Kind süss und niedlich findet und man ehrt die Eltern, indem man dem Kind Beachtung schenkt. Für uns als Eltern, die wir zwischen zwei Kulturen stehen, braucht es immer wieder Weisheit, wo wir den Einheimischen Grenzen setzten und unsere Kinder schützen müssen.