Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Wir melden uns mit unserem nächsten Rotorblettli schon etwas früher als geplant, weil wir interessante Neuigkeiten für euch haben! Aber zuerst wollen wir noch schreiben wie es uns mit den Rebellen in der Stadt ergangen ist:
Das Wunder in der Stadt
Die Rebellen, von denen wir im letzten Newsletter geschrieben haben, haben wochenlang für hohe Anspannung in der Stadt gesorgt. Nachdem beide Fluggesellschaften die unsere Stadt anfliegen begonnen haben aus Sicherheitsbedenken erste Flüge zu streichen, haben wir alle damit gerechnet, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei: Das Militär und die Rebellen würden in Kürze in einer äusserst blutigen Auseinandersetzung um die Oberhand unserer Stadt kämpfen. Viele Menschen rund um den Globus haben im Gebet an uns gedacht, und Gott antwortete auf eine äusserst erstaunliche Weise:
Während wir bereits am Evakuierungspläne erarbeiten waren, wurde es auf einmal sehr still um die Rebellen - keine weiteren News, keine weiteren Attentate. Die nächsten Neuigkeiten, die uns erreichten, waren sehr bemerkenswert! Die landesweite Rebellengruppe forderte die für die Unruhen verantwortliche Fraktion auf, unsere Stadt umgehend zu verlassen. Andernfalls drohten sie, diese selbst zu bekämpfen und zu vertreiben.
Es hatte also eine Spaltung innerhalb der Rebellen gegeben, was die Gruppe dazu zwang, unverrichteter Dinge wieder aus unserer Stadt abzuziehen! Gott hatte auf eine Art und Weise eingegriffen, wie wir Menschen das nicht besser hätten machen können. Wir kamen uns vor wie in einer biblischen Geschichte.
Die Vorkommnisse und deren Auflösung waren so bemerkenswert, dass der regionale Regierungschef den 31. Juli von nun an als arbeitsfreien Tag für die ganze Stadt erklärt hat. An dem Tag soll niemand sein Haus verlassen oder arbeiten. Ein Tag des Gebets und der Versöhnung. Seit wir vor über 3 Jahren hier in Südost-Asien ankamen, haben wir noch nie einen so stillen Tag erlebt wie den 31. Juli 2025.
Ein neues Kapitel
Die Vision der Helimission ist schon seit vielen Jahren, Menschen in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten zu helfen und Gottes Liebe zu bringen.
Nicht nur hier auf unserer Insel gibt es noch völlig isolierte Menschengruppen, die in Geisterkult, Stammeskriegen und ohne jegliche medizinische Hilfe leben, sondern auch im über 15'000km entfernten Amazonasgebiet in Brasilien. Und genau dort soll eine neue Helimissions-Basis entstehen!
Während wir uns gerade noch über unseren lärmenden Bagger-Nachbarn ärgerten (siehe letztes Rotorblettli), klingelte eines Abends unser Telefon. Simon Tanner, der Leiter der Helimission war am anderen Ende und teilte uns mit, dass das Projekt in Brasilien noch Mitarbeiter braucht und er uns gerne dorthin schicken wolle - vorausgesetzt natürlich wir möchten das auch!
In den folgenden Wochen machten wir uns viele Gedanken und trugen Vor- und Nachteile zusammen - wollen wir wirklich unser tolles Team hier verlassen? Auf der anderen Seite; der Vertrag, den wir für das neue Haus auf der MAF Base haben, ist befristet. Was ist danach? Das auf inzwischen bereits 4 Bagger angewachsene Unternehmen unseres ehemaligen Nachbars war weiterhin lautstark unser ehemaliges Haus am beschallen.
Wir haben uns entschieden zu glauben, dass das kein Zufall ist, und Gott manchmal nicht die Berge vor uns wegschiebt, sondern auch mal (Sand-)Berge vor die Haustüre stellt, um uns zu "verschieben". Die Option nach Brasilien zu gehen ist eine Türe die weit aufgesprungen ist, und an der wollen wir nicht vorbeigehen.
So haben wir zugesagt! Wir werden also nach unserem kommenden Heimaturlaub mitte nächstes Jahr, nicht mehr nach Südost-Asien zurückkehren, sondern das nächste Kapitel unseres Abenteuers in Südamerika starten!