Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
An die Weihnachtsstimmung erinnern hier in der Stadt nur die Dekorationen in den Läden, nicht so die Temperaturen – und schon gar nicht die Menschenmassen, die für die anstehenden Wahlen hierher gekommen sind. Mit Pfeil und Bogen und Macheten ausgerüstet, für den Fall, dass das Wahlergebnis nicht nach ihrem Gusto ausfallen würde.
Wir wünschen euch allen eine etwas weniger action-geladene Weihnachtsstimmung ;-)
Bis(s) auf die Zähne bewaffnet
Wöchentlich – und besonders auch auf die Wahlen hin – hören wir von Diebstählen, Einbrüchen, Brandstiftungen und blutigen Demonstrationen hier bei uns in der Stadt. So ist es trotz den Mauern um unser Haus oft schwer in den Schlaf zu finden – sind die Männerstimmen morgens um 2 Uhr aussen vor dem Tor nur ein paar betrunkene die vorbeigehen, oder vielleicht doch mit Macheten bewaffnete Einbrecher, die demnächst übers Tor klettern? Zwar haben wir einen Wächter, der uns beschützen soll, aber auch der schläft mal oder ist übers Wochenende nicht da. So waren wir schon länger auf der Suche nach einem Wachhund, der gross genug ist um Eindruck zu machen, aber klein genug und freundlich, um unseren Kindern nicht gefährlich zu werden: Eine Herausforderung!
Mehrere Monate mussten wir uns gedulden, bis wir den halb-Husky namens Simba fanden, der zum Verkauf ausgeschrieben war.
Einmal bei uns angekommen, sorgte der knapp 2-jährige, total freundliche, aber mit messerscharfen Zähnen ausgestattete Vierbeiner für viel Furore. Der anfängliche Versuch ihn anzubinden endete bereits nach rund 10 Sekunden – die nagelneue Leine war in Fetzen gerissen und der Hund in wilder Jagd auf unsere Hühner, die zum Glück hinter Gitter waren. Abhilfe schuf ein ausgeliehenes Stahlseil, das den Zähnen dann doch genug Widerstand bot.
Über mehrere Wochen lernten wir uns gegenseitig immer besser kennen und Simba hat gelernt welche Regeln bei uns gelten – auch wenn noch sporadisch ein Blumenbeet umgegraben wird, oder ein ausgebüxtes Huhn unsern kleinen Wolf leider nicht überlebte.
(R)aus dem Alltag
Wir freuten uns sehr, kürzlich einen Teamausflug ausserhalb der Stadt zu machen. Die Kinder konnten im Bach baden und Staumauern bauen, die Erwachsenen die schöne Natur und ein paar feine Snacks geniessen.














