Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Wir haben wieder viel zu erzählen - und wir freuen uns euch alle bald persönlich wieder zu sehen!
Baby im Anflug!
Lorena darf sich schon bald über ein «Gschwüsterti» freuen! Anfangs März soll es dann so weit sein.
Leider leidet Franziska unter der Schwangerschaftsübelkeit, was ihr viel Energie für den Alltag raubt. Die hier erhältlichen Medikamente halfen leider nicht – als sie den Arzt beim letzten Ultraschall um etwas stärkeres bat, hat er mit einem freundlichen Lächeln wieder die bisherigen Medikamente mitgegeben. Apropos Ultraschall: Die Untersuchungen hier sind etwas anders als in der Schweiz. Alle schwangeren Frauen kommen zu einem «Sammeltermin» und werden der Reihe nach untersucht. Beim letzten Mal mussten wir zwei Stunden warten, bis wir an der Reihen waren! Und falls man bei der Untersuchung noch ein bisschen mehr Auskunft möchte, als ein trockenes «alles in Ordnung» muss man schon explizit nachfragen…
Für den letzten Teil der Schwangerschaft und die Geburt werden wir im Dezember einen Heimaturlaub in der Schweiz antreten. Aktuell sind wir noch auf der Suche nach einer Bleibe (3+ Zimmer Wohnung Umgebung Luzern – Emmen – Rothenburg, am besten möbliert) für die Zeit von Januar bis ca. Juni. Wir sind froh für Hinweise eurerseits, falls ihr etwas wisst!
Besuch aus der Schweiz
Im September kam Franziskas Familie zu Besuch. So konnten sie einen Einblick in unseren Alltag erlangen, uns auf mehreren Ausflügen in die nähere Umgebung begleiten und durften sogar mit dem Helikopter live einen Einsatz miterleben! Wir haben uns auch sehr über die leckeren Mitbringsel aus der Schweiz gefreut: Farmer Müesli, Kambly Güezi, Landjäger, Schoggistängeli und vieles mehr was hier nicht erhältlich ist.
Im Alltag wünscht sich Franziska manchmal, sie könnte einfach in die Migros gehen und eine Fertigpizza oder Tortellini einkaufen, damit sie sich den Alltag erleichtern könnte. Doch Fehlanzeige, das ist hier nicht erhältlich. Wenn sie Pizza machen will, muss sie alles selber machen, denn so etwas wie Pizzateig aus dem Kühlregal sucht man hier vergebens.
Hoffen das der Heli wiederkommt
Kürzlich durfte Salomo eine interessante Mission fliegen: Eine Missionarsfamilie musste vor rund drei Jahren das Land wegen Covid verlassen und will jetzt wieder in «ihr» Dorf zurückkehren, um die Arbeiten an der Sprachforschung und Bibelübersetzung fortzuführen. Weil ihr Haus nun so lange leer gestanden hatte, wollte zunächst nur der Vater zusammen mit einem Freund hin. Sie wollten schauen, ob alles in Ordnung war, diverse Reparaturarbeiten ausführen und dem Stamm ankündigen, dass bald die Familie nachziehen würde.
Als wir dort landeten – der ehemalige Helilandeplatz glich inzwischen eher einem verwilderten Garten – bot sich den beiden ein desolates Bild: Das Haus war zwar noch abgeschlossen, aber an den Fenstern hatten sich die Dorfleute längst zu schaffen gemacht und sich drinnen umgeschaut; nicht nur mit den Augen… Ganze drei Wochen brauchten die beiden, um wieder Ordnung zu schaffen und ein Zuhause herzurichten. Dabei mussten sie leider auch feststellen, dass das Sattelitentelefon nicht mehr funktionierte und das Funkgerät ebenfalls einen Schaden hatte. So waren sie komplett von der Aussenwelt abgeschnitten! Das Einzige was sie wussten war, dass der Heli am vereinbarten Termin in 3 Wochen wieder hier landen würde um sie abzuholen.
So blickten wir bei unserer Wiederkunft nach den drei Wochen in sehr dankbare Gesichter. Besonders freute sich der Vater seine zweijährige Tochter wieder in die Arme zu schliessen! Ohne den Helikopter wäre das erst viele Tage später möglich gewesen.















