Rotorblettli - unser Newsletter

Neuigkeiten 2022

Auf dieser Seite findet ihr die früheren Rotorblettli aus dem Jahr 2022

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News Oktober 2022

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht! Schon haben wir den dritten Monat an der Sprachschule abgeschlossen, und somit Halbzeit erreicht.

Bahasa Indonesia
Mit rasantem Tempo lernen wir täglich indonesisch. Auch nach der Schule ist das Lernen noch nicht vorbei: Als Hausaufgaben müssen wir indonesische Nachbarn und Bekannte treffen und ihnen Fragen über Land und Kultur stellen. Am nächsten Schultag werden dann die Antworten mit den Lehrern besprochen.
So viel Sprache auf einmal ist manchmal schon etwas ermüdend, aber der Fortschritt spricht für sich: Während wir vor drei Monaten noch kaum ein paar Worte sprechen konnten, führen wir inzwischen längere Dialoge, erklären dem Taxifahrer wo genau wir hinwollen oder fragen im Shop nach einem bestimmten Produkt, das wir suchen!
Eine Herausforderung sind die Zahlen: Weil die indonesische Währung «Rupia» fast wertlos ist (15'000Rp = 1CHF), muss man von Anfang an mit Zehn- und Hunderttausenden zählen lernen. So haben wir bis heute Mühe, wenn uns der Kassier im Shop erklärt der Einkauf koste 239'400Rp – auf Indonesisch: «Dua ratus tiga puluh sembilan ribu empat ratus rupia»...

Schulzimmer

Da momentan nur wenige Schüler an der Schule sind, geniesst Salomo Einzelunterricht. Franziska wird wegen Lorena jeweils am Nachmittag zuhause unterrichtet.


(r)aus dem Alltag
Jeweils zwischen den Units à je 4 Wochen haben wir ein paar Tage frei, um uns zu erholen. Das ist unsere Chance um Ausflüge zu machen und das Land zu entdecken.
Mitte September konnten wir zum Borobudur fahren, einem rund 1000-jährigen buddhistischen Tempel, der hunderte von Jahren vom Dschungel überwuchert in Vergessenheit geraten war. Erst im 19. Jahrhunder wurde er wiederentdeckt und ist seither eine Attraktion für Touristen.

Borobudur Tempel

Hari Ulang Tahun
Der Indonesische Unabhängigkeitstag am 17. August wird jeweils gross gefeiert! Fast in jedem Quartier wird gemeinsam gegessen und Spiele für gross und klein veranstaltet, das sogenannte «lomba».
Auch wir kamen in den Genuss die dafür bekannten Riesenchips ab einer Schnur zu essen – ohne Hände versteht sich!

Lomba

Familynews
Ein Leben in der Ferne bringt auch seine Herausforderungen mit sich, so sehnen wir uns manchmal nach persönlichem Austausch mit Gleichgesinnten, die Speisekarte im Restaurant auf Deutsch lesen zu können oder einfach mal wieder am Seeufer auf einem Bänkli zu sitzen, ohne gleich eine Attraktion zu sein.
Besonders hart für Franziska war auch der Tod ihres Grossvaters im September, ohne die Möglichkeit an der Beerdigung teilnehmen und bei ihrer Familie sein zu können.
So freuen wir uns umso mehr auf das Ende der Sprachschule, wenn wir nach Papua weiterziehen können und ab dann auch gerne Besuch aus der Schweiz empfangen können!


Auch für Lorena vergeht die Zeit schnell. Inzwischen ist in unserer Wohnung nichts mehr sicher vor ihr – alles was sich unter einem Meter Höhe befindet muss inspiziert, «gfingerlet» und in den Mund genommen werden! So gibt nun vor allem sie vor, wie unsere Wohnungseinrichtung auszusehen hat ;-)
Im indonesischen Onlineshop mit dem lustigen Namen «Tokopedia» konnten wir ihr ein Laufgitter bestellen. Nicht gerade zur Begeisterung Lorenas, aber für uns eine grosse Entlastung.
Wir sind Gott dankbar, dass sie so gesund und munter ist, und freuen uns täglich über ihr herzliches Lachen!

Lorena macht die Wohnung unsicher

News Juli 2022

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Seit einem Monat leben wir nun in Indonesien! Von unseren ersten Eindrücken, Begegnungen und vom Einzug in unser Haus schreiben wir euch in diesem Rotorblettli!

Visaprozess
Mit dem Erhalt des Visums im Mai waren wir zwar berechtigt nach Indonesien zu reisen; aber um hier leben und arbeiten zu dürfen, brauchten wir nun sogenannte «KITAS», eine Art Identitätskarte. Und hier bekamen wir die – für uns neue – indonesische Kultur zum ersten Mal richtig zu spüren. Bei unserer Ankunft wurde uns ein Zeitplan ausgehändigt, wann wir wo bei welcher Behörde vorstellig würden, und dass uns nach ein paar Tagen die fertigen ID's ausgehändigt würden! Schnell mussten wir aber feststellen, dass es sich dabei bestenfalls um Wunschdenken handelte… Längst waren die gelisteten Daten überschritten, die KITAS waren nirgendwo. Täglich wurde uns gesagt: «Morgen, bestimmt!»; denn uns zu sagen, dass wir noch lange warten müssen, wäre in der höflichen asiatischen Kultur ein No-Go.

What(s) App?
Positiv erstaunt waren wir über die allumfassende Verwendung von Handy-Apps: Essen bestellen? Handy App. Taxi bestellen? Handy App! E-Banking? Handy App. Gas und Trinkwasser bestellen? WhatsApp.

Sate Ayam

Ein typisches Essen: Sate Ayam (gebratene Hünchenspiesse, an einer Erdnusssauce mit Reis)


Das macht das Leben einfach – theoretisch jedenfalls. Unser einziges Problem: Ohne ID Karte kein Handy-Abo! Und fast alle diese Apps verlangen nach einer indonesischen Handynummer.
So kämpften wir uns die ersten drei Wochen etwas mühsam durch den Alltag, bis wir endlich unsere KITAS erhielten, und damit die Möglichkeit, über eine eigene Handynummer am Alltagsleben teilzunehmen.

Home swe(a)t home
In unserem neuen Daheim angekommen, mussten wir schnell feststellen, dass hier das Putzen definitiv nicht unseren Standards entspricht. So habe wir die letzte Woche vor allem mit Reinigungsarbeiten verbracht. Salomo musste unter anderem den Backofen komplett auseinanderbauen, da dieser sowohl innen als auch aussen mit den Essensresten von den letzten zehn Jahren «verziert» war.
Der Boden im Haus allerdings, der war blitzeblank. Boden gut alles gut – oder so ähnlich muss hier die Devise sein :-)
Mit dem Haus haben wir auch gleich ein paar Haustiere in unsere Obhut genommen. Dazu zählen drei Gekos, eine Kakerlake und zwei Geisselskorpione. Bereits zweimal hat uns auch ein Tokeh besucht. Dieses Reptil allerdings haben wir dann höflich wieder ausgeladen, Tokehs können nämlich kräftig zubeissen, wenn sie sich bedroht fühlen!

Tokeh

Die Vielfalt der Fauna und Flora ist aber faszinierend, und mit Interesse entdecken wir neue Pflanzen, Früchte und Tiere (solange sie nicht in unserem Haus sind…). Besonders aufgefallen sind uns die Schmetterlinge, von ganz klein bis zur Grösse von kleinen Vögeln gibt es sie in allen Farben und Variationen.

Indonesische Flora

Lorena auf Entdeckungstour im Garten, sie ist fasziniert von den farbigen Blüten und möchte am liebsten alles «fingerle»


Sprachschule
Am Dienstag beginnt für uns die Sprachschule. Salomo hat jeden Vormittag Unterricht in der Schule, Franziska wird am Nachmittag zuhause unterrichtet, um in Lorenas Nähe zu sein. Wir sind froh unsere Indonesisch-Kenntnisse aufzubessern, damit wir bald mit unseren Nachbarn plaudern können. Die Menschen hier können kaum ein Wort Englisch!

Nachbarschaft ist hier allgemein wichtig, Salomo musste sich bereits beim «Herr RT» anmelden gehen. Der RT ist eine Art Quartier-Oberhaupt, er kennt alle Leute, die in seinem Quartier wohnen, und ist auch zuständig wenn's irgendwo ein Problem gibt. Natürlich hat er sich gefreut «Westler» in seinem Quartier zu haben; und durch die Blume wurde uns auch gleich mitgeteilt, dass wir dann die Quartierfeier zum indonesischen Nationalfeiertag mitsponsern dürfen.

Das vermissen wir am meisten:

• Schweizer Käse
• Mehrere Waschbecken im Haus (Wir haben nur ein einziges, in der Küche)
• Spazierwege

Das mögen wir am meisten:

• Sambal Sauce (scharfe Chilisauce, die jeweils zum Essen serviert wird)
• Die Dankbarkeit der Menschen: Vom Taxifahrer, Handwerker bis zur Verkäuferin, alle bedanken sich jeweils höflichst, dass wir ihre Dienstleistung in Anspruch genommen haben.
• Jeden Morgen schönes Wetter (Nachmittags öfters bewölkt, manchmal Regen).


News Mai 2022

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Mit viel Telefonieren und noch etwas «Vitamin B» konnten wir für Franziska relativ kurzfristig einen Operationstermin bekommen. Dies war essenziell, da unser Visum, auf welches wir mehrere Monate gewartet hatten, sonst abläuft wenn wir es nicht innert einer bestimmten Zeit benutzen!

Franziska hat sich gut von der OP erholt und so sind wir jetzt bereit für die Ausreise!

Ausreise
Wir fliegen am kommenden Montag, 30. Mai von Zürich via Dubai nach Jakarta. Dort werden wir die nächsten zwei Wochen verbringen um alles Papiertechnische zu erledigen und uns Indonesische Handynummern zuzulegen. Via Whatsapp/Threema werden wir aber weiterhin unter unseren Schweizer-Nummern erreichbar sein.

Rotortechnisches
Salomo durfte gestern mit dem Ecureuil-Helikopter der Helimission noch seinen jährlichen Checkflug absolvieren. Seine Lizenz ist damit wieder für ein weiteres Jahr gültig


News April 2022

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Unsere Ausreise steht kurz bevor! Wie der Zeitplan aussieht und was wir in der Zwischenzeit noch machen, erfahrt ihr hier.

Visaprozess
Nach laaangem Warten und wenig Informationen von den Behörden ging alles plötzlich ganz schnell. In den letzten drei Wochen haben wir die Arbeitserlaubnis, Salomo's Arbeitsvisum und das Familienvisum für Franziska und Lorena erhalten. Der Vollständigkeitshalber trotzdem nochmal die Übersicht ;-)

Visa Fortschritt

So könn(t)en wir nun ausreisen! ABER… bei einer der letzten Arztkontrollen wurde bei Franziska festgestellt, dass sie leider noch eine Zyste entfernen lassen muss, bevor wir gehen können. Wir hoffen bald einen Operationstermin zu erhalten, damit nicht eine grössere Verzögerung im Zeitplan entsteht. Bis dahin rechnen wir weiterhin mit mitte Mai als Ausreisedatum.

Rotortechnisches
Nach längerer Flugpause konnte Salomo letzten Mittwoch zwei Trainingsflüge mit einem «Ecureuil» der Helimission machen. Dieser Helikopter ist zurzeit in der Schweiz stationiert um später dann nach Südamerika verschifft, und dort eingesetzt zu werden.

Salomo im Cockpit
AS350 Ecureuil

Salomo ist dankbar, mit dem «neuen» Helikopter in der vertrauten Umgebung der Schweiz auch in den nächsten Wochen noch etwas Flugerfahrung sammeln zu dürfen. Im Ausland werden dann einige Herausforderungen dazu kommen wie z.B. andere Wetterbedingungen, anspruchsvolles Gelände und schlechtere Karten.

Bahasa Indonesia
Gerne hätten wir bei der Sprachschule an den Online-Lektionen teilgenommen, um die Zeit hier zu nutzen und bereits mit lernen zu beginnen. Leider hat uns die Sprachschule im letzten Moment abgesagt, «der Kurs sei ausgebucht». So sind wir uns nun mit YouTube-Videos und Handy-Apps selbständig einen kleinen Wortschatz am aneignen. Das wird uns später den Alltag an der Sprachschule zumindest ein bisschen vereinfachen.

Wir haben schon 4 gute Gründe gefunden, warum Indonesisch einfacher ist als andere Sprachen:

• Sie verwendet die gleichen Buchstaben wie wir
• Es gibt keine Artikel (der, die, das)
• Wörter haben keine Mehrzahl-Form (Wort wird einfach 2x gesagt)
• Verben haben keine Vergangenheits-Form (wird einfach durch «gestern», «damals», «früher» ausgedrückt)

Auch Lorena lernt fleissig Sprache – ihr neustes Wort ist OOOUUUU! dabei verzieht sie so lustig den Mund, dass wir jedes mal lachen müssen.

Familie Lehmann

Umstellung auf QR-Code (für Spender)
Wie wahrscheinlich fast alle mitbekommen haben, wird in diesem Jahr der klassische Einzahlungsschein verschwinden und durch den QR-Code Einzahlungsschein ersetzt. So stellt auch die Helimission um. Wir bitten euch bei Spenden zukünftig nur noch diesen, anstelle der alten Einzahlungsscheine zu verwenden. Bereits laufende Daueraufträge müssen aber nicht angepasst werden. Herzlichen Dank an alle Unterstützer, die unseren Dienst ermöglichen!

Der QR-Code Einzahlungsschein kann hier heruntergeladen werden:

QR-Code Einzahlungsschein


News Februar 2022

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Es gibt grosse Neuigkeiten! Was genau und auch wie weit wir in unserem Visa-Prozess inzwischen sind, erzählen wir euch gerne hier.

Familynews
Endlich ist es soweit! Am 07.02.2022 durften wir unsere Tochter Lorena Lehmann zum ersten Mal in die Arme schliessen! Wir freuen uns sehr über dieses zuckersüsse Geschenk und sind Gott dankbar, dass wir alle die Geburt gut überstanden haben.

unsere Tochter

Unsere junge Abenteurerin - gallopiert sie hier gerade durch die Traumwelt?

Visaprozess
Nun sind wir etwas mehr als ein-einhalb Monate in dem rund 4 monatigen Visaprozess drin. Dank einem lokalen Mitarbeiter der Helimission vorort geht es - für die dortigen Verhältnisse - zügig voran.
Der nächste Schritt ist die Arbeitserlaubnis vom Arbeitsministerium, die wir in den nächsten Tagen erwarten.

Visa Fortschritt

Bahasa Indonesia
Bis wir das Visa erhalten, bleibt uns nun noch etwas Zeit. Zeit für unseren neuen Familien-Alltag, aber auch Zeit um bereits mit dem Sprache-lernen zu beginnen! So wollen wir - Sobald sich unser neuer Alltag etwas «eingependelt» hat – mit online Lektionen der Sprachschule beginnen. Dies in vollem Bewusstsein, dass unser Töchterli uns in ein paar Jahren wohl um längen voraus sein wird, was Indonesisch betrifft :-)